Spricht man in Deutschland von Satelliten-Internet,
so wäre zunächst die SkyDSL zu nennen.
SkyDSL ist ein europaweit geschützter Markenname
des Unternehmens skyDSL Global GmbH und wird hauptsächlich
für asymmetrisches Breitband-Internet verwendet.
Was sich aber so einfach und genial anhört
hat seine Tücken.
Zunächst einmal handelt es sich bei skyDSL
nicht um DSL
und hat auch nichts mit der DSL-Technik zu tun.
Dieser Name wurde lediglich aus Marketing-Gründen
gewählt. Durch die Satelliten-Einstrahlung
ist skyDSL auf jedem deutschen Quadratzentimeter
Boden zu empfangen, doch nicht der Empfang wäre
grundsätzlich ein Problem, sondern das Senden
der Informationen vom Kunden aus, denn die Upload-Richtung
wird nämlich zum größten Teil über
die Telefon-Leitung realisiert und die ist zumeist
nur Analog oder maximal auf ISDN-Geschwindigkeit
ausgelegt.
Die Splittung der Upload-Technik und der Download-Technik
geschieht aus Kostengründen. Satelliten sind
teuer und die Inanspruchnahme der Signale kann
man dem Kunden nicht voll übertragen. Bereits
die Einstiegskosten sind mit dem Erwerb und das
Einmessen der Satellitenschüssel unverhältnismäßig
teuer und um gegenüber den DSL-Provider konkurrenzfähig
zu sein, hat man den Upload-Weg über die
Telefonleitung gewählt.
SkyDSL hat zudem mit weiteren Beschränkungen
zu kämpfen. Da die Satelliten sich in einer
geostationären Umlaufbahn der Erde befinden
und diese in 36.000 KM Höhe liegt, sind die
so genannten Latenzzeiten (Ping-Zeiten) gegenüber
reines DSL oder auch Kabel-Internet relativ lange.
Ein Online-Gamer hätte mit Satellit keine
Chance gegen seinen DSL Kontrahenten. Außerdem
sind die monatlichen Paketkosten für derartige
Anschlüsse in der Regel teurer als vergleichbare
DSL- bzw. Kabel-Anschlüsse.
Ins Leben gerufen wurde Sky-DSL von dem Berliner
Telekommunikationsanbieter Teles; lange Zeit wurde
Sky-DSL auch von dem Berliner Webhoster und später
auch DSL-Provider Strato vermarktet, bis Strato
an Freenet verkauft wurde und Teles sich weiterhin
im Satellitengeschäft betätigen wollte.
Im September 2007 dann die böse Nachricht:
Teles hatte zwischenzeitlich 15 Millionen Euro
versiebt und dabei lediglich insgesamt nur 25.000
bis 28.000 Kunden gewinnen können. Ob sich
das Satelliten-Geschäft auf Dauer noch halten
lässt wird sich zeigen, viele Marktbeobachter
meinen allerdings, nein.
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