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Glasfaser Internet - ein Garant für hohe Breitband-Geschwindigkeiten


Glasfaser für T-CityGlasfaserleitungen sind vom Grundsatz her ein Garant für Hochgeschwindigkeits-Internet, werden die Informationen doch über Licht übertragen und nicht wie bei DSL über Stromimpulse. Die ersten Glasfaserleitungen wurden von der Telekom im Jahre 1991 verlegt und getestet, damals noch unter der Bezeichnung OPAL4 mit Datenraten von 35 MBit/s. Eine wahre Hochgeschwindigkeit angesichts der fehlenden Alternativen wie beispielsweise DSL.


Seinerzeit versprach OPAL-Glasfaser (OPAL = "Optical Access Line") sich zu einer Breitband-Technik der Zukunft zu entwickeln. Rohstoff wie Kupfer war nicht notwendig; Glas für Glasfaserleitungen lässt sich leicht und günstig produzieren. Die dünnen Leitungen konnten sogar Beton beigemischt werden und ließen doch eine störungsfreie Übertragung der Daten zu. Die ersten OPAL-Glasfaserleitungen wurden 1993 in Betrieb genommen und fortan wurden in der jungen Republik Gesamt-Deutschland viele Orte in den neuen Bundesländern und auch viele Neubaugebiete in den alten Bundesländern mit dieser Technologie ausgestattet.

Allerdings entwickelte sich OPAL-Glasfaser für die Deutsche Telekom zu einem Schreckgespenst, denn die so genannte "letzte Meile" (Strecke zwischen dem letzten Übergabepunkt der Telekom und Wohnung des Endverbrauchers, bestand und besteht aus den alten Telefonleitungen und diese sind aus Kupfer. Da Glasfaser Lichtimpulse sendet und Kupferleitungen Stromimpulse benötigt, mussten Umwandler in den Verteilerkästen her und diese Kosten konnte und wollte die Telekom nicht alleine tragen. Deshalb entschied sich die Deutsche Telekom Anfang der 2000er Jahre für die DSL-Technologie die ebenfalls über Kupferleitungen realisiert wird und gab ihr TV-Kabelnetz an die Kabelnetzbetreiber ab. Die zwischenzeitlich gelegten OPAL-Glasfaserleitungen blieben nur für die Backbones (Hauptleitungen) und lange Jahre hatten die OPAL versorgten Gebieten unter dem Schmalband-Internet zu leiden, denn wirkliche Alternativen gab es nicht.

Heute werden die Glasfaserleitungen der großen Kabelnetzbetreiber zu einer ernsthaften Konkurrenz gegenüber den DSL-Providern. Glasfaser ist wesentlich leistungsfähiger als DSL und auch VDSL (neue Technologie seit 2007 durch die Telekom). Während die DSL-Provider ihren Kunden (Stand 2010) in den Standard-Paketen Geschwindigkeiten von bis zu 16.000 KBit/s zu bieten haben, liegen die Kabel-Provider bereits bei 32.000 KBit/s. Während VDSL von der Telekom Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s verspricht, betreiben die Kabel-Provider bereits Leitungen mit bis zu 100 MBit/s und testen bereits Geschwindigkeiten von bis zu 200 MBit/s.

Die Glasfasertechnik ist heute eindeutig die bessere Zukunft. Licht lässt sich nicht durch äußere Einflüsse wie Elektro- oder Mobilfunkstrahlen stören. Man kann sagen, der Unterschied zwischen DSL und Glasfaser ist in etwa so hoch wie Analog zu DSL oder um die Elektrotechnik noch bildlicher zu machen, vielleicht wie eine herkömmliche Glühbirne zu einer Osram LED Leuchte. So lange die DSL-Netzbetreiber auf die herkömmlichen Kupferdrahtleitungen zurückgreifen, werden sie immer einen technischen Nachteil gegenüber Glasfaser haben, ganz egal, wie weit die technische Entwicklung voran schreitet.

Zu Missverständnissen kommt es auch immer wieder hinsichtlich des Daten- oder Internet-Empfangs innerhalb der Wohnung. Es ist heute nicht mehr notwendig den Glasfaseranschluss dort zu installieren wo der Rechner steht und es ist auch nicht notwendig zwischen dem WLAN-fähigen Router und dem Rechner nur eine "Schiebetür" aus Glas zu haben. Alle gängigen WLAN-Router senden und empfangen auch durch dicke Wände; die Qualität der Breitband-Geschwindigkeit wird dadurch nicht gemindert.




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