Seit dem es auf dem deutschen Markt DSL gibt,
gibt es natürlich auch die Frage nach DSL-Alternativen.
Denn nicht überall in Deutschland ist DSL
verfügbar und dann stellt sich zwangsläufig
die Frage an anderen Breitband-Internet-Technologien
DSL wurde 1999 von der Deutschen Telekom eingeführt;
zunächst nur mit einer Geschwindigkeit von
maximal 768 KBit/s, zwischenzeitlich mit Geschwindigkeiten
von bis zu 50 MBit/s, wobei es sich hier dann
allerdings um VDSL handelt. Als 1999 DSL als Breitband-Technologie
eingeführt wurde, war die Analog-Telefonleitung
oder die ISDN-Telefonleitung durchaus noch eine
Alternative. Damals galt lediglich die Frage,
wie komme ich ins Internet und nicht, wie schnell
ist meine Internet-Leitung.
Sowohl Analog als auch ISDN als Internet-Verbindungen
haben sich überholt und nur die Haushalte
die heute wirklich noch keine andere Möglichkeit
haben, nutzen derartige Verbindungen noch. Über
die Analoge Telefonleitung hat der Kunde eine
Maximalgeschwindigkeit von bis zu 56 KBit/s bzw.
über ISDN eine Maximalgeschwindigkeit von
bis zu 64 KBit/s. Diese Geschwindigkeiten sind
hinsichtlich VDSL mit 50 MBit/s geradezu lächerlich
gering.
Als wirkliche Alternative kann man die ursprünglichen
TV-Kabel-Netze nennen. In den vergangenen Jahren
haben die drei großen Kabel-Netzbetreiber
Kabel-Deutschland, Kabel BW und Unitymedia ihre
Netze nämlich auf Hochgeschwindigkeitsinternet
aufgerüstet und werden zu den DSL-Providern
eine sehr ernstzunehmende Konkurrenz. Die Kabelnetze
der Kabelnetzbetreiber sind nämlich wesentlich
besser ausgerüstet als die DSL-Netze und
versprechen auch wesentlich höhere Geschwindigkeiten.
Während die Telekom mit ihren DSL-Konkurrenten
den Kunden Geschwindigkeiten von zwischen 2000,
6000 und 16000 KBit/s in den Standard-Paketen
anzubieten haben, liegen die Geschwindigkeiten
bei den Kabel-Providern in den Standard-Paketen
bereits bei 32.000 MBit/s. Während die Deutsche
Telekom mit seinem VDSL-Netz wirbt und meint 50
MBit/s wäre eine tatsächliche Hochgeschwindigkeit,
so betreiben Kabel-Provider bereits Netze mit
einer Geschwindigkeit von bis zu 100 MBit/s und
testen bereits auf 200 MBit/s.
Eine schnelle Internet-Verbindung suggerierten
auch die Satelliten-Betreiber ihren Breitband-Kunden.
Nur dies ist im wahrsten Sinne des Wortes nur
die Halbe Wahrheit, denn bei den meisten Angeboten
liefen die Anfragen (Upload) über die Analoge
oder ISDN Telefonverbindung und nur die Antworten
(Download) liefen über Satellit. Zudem sind
die Einstiegskosten bei den Satelliten-Angeboten
relativ hoch. So können auf den Neukunden
schon mal bis zu 1000 Euro an Einstiegkosten auf
ihn zukommen, man denke an die Satellitenschüssel
sowie an die Einmessung der Signale durch einen
speziellen Techniker.
Seit gut zwei Jahren (Stand 2010) etablieren
sich die Mobilfunk-Netzbetreiber mit guten DSL-Alternativen,
und zwar über UMTS und hier speziell über
die neue Technologie HSPA. HSPA verspricht im
Download (HSDPA) bereits Geschwindigkeiten von
bis zu 28,8 MBit/s, eine echte Alternative vor
allen Dingen wegen der gegebenen Mobilität
der Anschlüsse. Allerdings sind die Netze
der Mobilfunk-Netzbetreiber T-Mobile und Vodafone
derzeit bei 7,2 MBit/s aufgerüstet, sowie
das Netz von O2-Germany durchgängig mit 3,2
MBit/s. Lediglich E-Plus ist bei seinem UMTS erst
im Jahre 2009 mit der HSPA Aufrüstung angefangen
und bietet durchgängig noch keine höheren
Geschwindigkeiten als lediglich 384 KBit/s.
Egal ob nun DSL, Glasfaser, Satellit oder auch
UMTS, eines haben alle Angebote heute gemeinsam;
sie werden als Komplett-Pakete mit so genannten
Flatrates angeboten. Kosten außerhalb der
Komplett-Pakete hat der Kunde nicht zu fürchten,
denn die Zugangskosten werden mit der Flatrate
pauschal abgerechnet. Allerdings liegt das Inklusivvolumen
sowohl bei den Festnetz-Providern als auch bei
den Mobilfunk-Providern zumeist bei einer Grenze
von etwa fünf Gigabyte Transfervolumen. Überschreitet
ein Kunde diese Grenze regelmäßig sprechen
die Provider von Power-Usern die dann Gefahr laufen,
dass ihnen dieser Anschluss gekündigt wird.
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