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Breitband-Internet von DSL, VDSL, Kabel oder Satellit


Schaut man rund zehn Jahre zurück, so waren die heute angebotenen Internet-Geschwindigkeiten und die daraus wachsenden Möglichkeiten unvorstellbar. So startete die Deutsche Telekom im Jahre 1999 mit DSL, und zwar mit einer Geschwindigkeit von bis zu 768 KBit/s im Download sowie 128 KBit/s im Upload. Zu der damaligen Zeit galt diese Geschwindigkeit als echte Hochgeschwindigkeit, boten doch die analogen Telefonleitungen lediglich Geschwindigkeiten von bis zu 56 KBit/s bzw. die ISDN-Leitungen Geschwindigkeiten von bis zu 64 KBit/s.



Mit den Jahren 2002 bis heute (2010) haben sich die angebotenen Geschwindigkeiten enorm erhöht. Die heutigen Standard-DSL-Anschlüsse bieten dem Kunden Geschwindigkeiten von bis zu 6 MBit/s, ADSL bis zu 16 MBit/s und VDSL heute bis zu 50 MBit/s. Allerdings ist Deutschland immer noch nicht flächendeckend mit Breitband-Internet ausgestattet, obwohl unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgegeben hatte, bis Ende 2010 jeden deutschen Haushalt mit einer Breitband-Verbindung von mindestens 1 MBit/s versorgen zu können. Es hat sich allerdings vieles getan (Stand 22.12.2010). Dort wo die Telekom oder auch Arcor keine DSL-Netze errichten wollen, behilft man sich selbst (siehe Initiative im Kreisgebiet Sigmaringen); parallel werden zur DSL-Technik andere Technologien genutzt, um die Breitbandlücken in Deutschland zu schließen.

Als erste DSL-Alternative wäre Glasfaser zu nennen. Genutzt werden die Glasfaserleitungen vorwiegend von den TV-Kabelnetzbetreibern, die mit Kabel-Deutschland, Kabel BW und Unitymedia eine echte und ernstzunehmende Konkurrenz für die DSL-Provider darstellen. Die Kabelnetzbetreiber verfügen mit ihren Glasfasernetzen nämlich über besser ausgerüsteten Netzen als die DSL-Provider. DSL wird über die ehemalige Telefon-Kupferleitung realisiert und ist nach 50 Jahren Dauerbetrieb entsprechend kostenintensiv in der Wartung, Erneuerung und Aufrüstung.

Andere Betreiber mit anderen Technologien haben sich im Internet-Breitbandgeschäft versucht und sind im wahrsten Sinne des Wortes jämmerlich gescheitert. Allen voran die Deutsche Telekom mit der Aufrüstung der so genannten OPAL-Glasfasernetze in den neuen Bundesländern und in vielen Neubaugebieten der alten Bundesländern in den Jahren zwischen 2001 und 2005.

Mit Powerline sollte das Internet via Stromnetz aus der Steckdose kommen, doch die Stromnetze sind nicht ausreichend gegen Störeinflüsse abgeschirmt. Die großen Energieversorger, allen voran E.ON oder RWE haben sich bei diesem Projekt eine blutige und kostenspielige Manager-Nase holen müssen. Außer Spesen nichts gewesen war das Resümee der großen Energieversorger.

Ebenso zur Erfolglosigkeit scheint das Satelliten-Angebot für Breitband-Internet zu sein. Die Teles AG aus Berlin hat sich mit Sky-DSL versucht und mit 22.000 Kunden letztlich mehr als 15 Millionen Euro an Aktiengelder versenkt.

Es gibt allerdings auch Lichtblicke mit neuen Technologien, wenn es im Jahre 2001 auch noch nicht so ausgesehen haben mag. Gemeint sind die UMTS-Netze, deren Lizenzen im Jahre 2000 für mehr als 100 Milliarden DM gekauft wurden und somit zu einer ungeheuren Finanzierungslast der Mobilfunknetzbetreiber führten.

Zwischenzeitlich haben sich allerdings drei Mobilfunk-Netzbetreiber mit aufgerüsteten UMTs-Netzen etabliert, nämlich T-Mobile, Vodafone und O2-Germany. In einigen Regionen werden über UMTS-HSDPA bereits Geschwindigkeiten von bis zu 14,4 MBit/s geboten, durchgängig bei T-Mobile und Vodafone allerdings 7,2 MBit/s und O2-Germany 3,6 MBit/s. Aber immerhin, eine echte Alternative zu den Breitband-Internet-Anbindungen via DSL oder Glasfaser. Schließlich können die UMTS-Zugänge mobil genutzt werden, DSL und Glasfaser dagegen nicht.






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